Abteilung Fußball

 

Nur wenig Höhepunkte konnten Bad Heilbrunns Fußballer in den Anfangsjahren verzeichnen. Erst Anfang der 70er Jahre stabilisierte sich der Seniorenbereich. Der HSV spielte in der C-Klasse Weilheim und rückte langsam in die Spitzengruppe vor. In der Spielzeit 1974/75 wechselten die HSV-Senioren in die Tölzer Spielgruppe über und hatten mit einem Zähler gegenüber dem SC Wall das Nachsehen. Doch im der darauf folgenden Saison war es dann endlich soweit. Die Grün-Weißen durften jubeln. Ungeschlagen gelang ihnen unter Trainer Bartl Schmuck die Meisterschaft und damit der Aufstieg in die B-Klasse. Fünf Jahre später erfuhr die Fußballeuphorie in der Kurgemeinde einen neuen Höhepunkt. Die von Georg Heigl trainierte HSV-Erste schaffte erstmals den Sprung in die A-Klasse, wo sie sich aber nur zwei Jahre halten konnte. Nach vierjähriger B-Klassenzugehörigkeit stürmte das nunmehr von Fred Plattner trainierte HSV-Team mit 96:55 Treffern buchstäblich zur Meisterschaft und wurde ebenso wie ein Jahr später als torgefährlichstes Landkreisteam durch den Tölzer Kurier ausgezeichnet.
Nach teilweise großartigen Erfolgen, aber auch so manchem Tiefschlag, kehrte Bad Heilbrunn der A-Klasse 1991 den Rücken. Mehrere Jahre lang hofften die Kurgemeindekicker in diese Spielklasse zurückzukehren. Vergebens! Gleich dreimal scheiterten sie in einem Entscheidungsspiel am so greifbar nahen Aufstieg. Langsam machten sich nun auch die, im A-Jugendbereich bestehenden Probleme bei den Senioren bemerkbar. Die HSV-Senioren verzeichneten keinen nennenswerten Zuwachs mehr aus dem eigenen Nachwuchs. In der Saison 1997/98 nach 21 Jahren der Höherklassigkeit führte der Weg des SV Bad Heilbrunn wieder zurück in die C-Klasse. Eine 0:1-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen den SV Gelting war der Tiefstpunkt einer enttäuschenden Saison. Doch nur zwölf Monate nach dem „Absturz" gelang dem SV Bad Heilbrunn rechtzeitig zur 40-Jahr-Feier die Rückkehr in die Kreisklasse (ehemals B-Klasse). Trotz eines phasenweise zehn Punkte betragenden Rückstandes auf die führenden Ayinger stand das Kronschabl-Team nach Abschluss der Saison als Meister fest. Leider währte die Freude nur kurz, denn schon in der folgenden Saison mussten die Bad Heilbrunner Kicker wieder in die A-Klasse absteigen.
Im Jahr 2001 übernahm Fritz Röthel aus Garmisch die Mannschaft und es gelang über die Relegation sofort der Aufstieg in die Kreisklasse. Zwei Jahre später führte der „Folterfritz“ die HSV-Erste nach souveräner Meisterschaft in die Kreisliga. Nach sechs Jahren Kreisliga, wobei 2007/08 unter Michael Trettenhann fast der Aufstieg in die Bezirksliga geglückt wäre, musste am Ende der Saison 2009/10 der bittere Weg in die Kreisklasse angetreten werden. Viele erfahrene Spieler wechselten zu anderen Vereinen, sodass unter dem neuen Trainer Tom Woisetschläger ein völliger Neuaufbau mit jungen Nachwuchsspielern beginnen muss.
Sportplatz eingeweiht - Strömender Regen hindert die Sportler nicht am Feiern - Tölzer Kurier vom 05.05.1959 (sl)
Trotz strömenden Regens waren die Freunde des vor kurzem gegründeten Sportvereins zum Sportplatz in die Langau gekommen. Vorstand Hoy dankte in seinen Begrüßungsworten all denen, die mitgeholfen hatten, den Verein ins Leben zu rufen, insbesondere auch dem Gemeinderat für sein Entgegenkommen sowie allen Spendern für ihre Unterstützung. Vorstand Hoy begrüßte besonders Pfarrer Kistler und die Funktionäre und Spieler des früheren Bad Heilbrunner Sportvereins. Pfarrer Kistler betonte in seiner Ansprache, dass Kameradschaft und Disziplin für den Sportler oberste Grundsätze sein müssten. Der Sportler müsse in jeder Beziehung ein ordentlicher Mensch sein, der den Nächsten ebenso wie sich selbst zu achten habe. Als Spieler dürfe man in dem Spieler der anderen Partei nicht einen Gegner sehen, sondern auch in ihm den Sportkameraden. Untereinander aber gelte auf dem Spielfeld, dass jeder, vom Torwart bis zum Mittelstürmer, auf seinem Platz wichtig ist. Es dürfe nicht der Grundsatz „Sieg um jeden Preis“ herrschen, sondern. jedes Spiel müsse in fairer Weise ausgetragen werden, wobei das Spielergebnis gar nicht ausschlaggebend sei. Mit der Mahnung, beim Fußballspiel – dessen Wesensmerkmale auch die körperliche Ertüchtigung sei, Disziplin und Rücksicht zu wahren, schloss Pfarrer Kistler seine Ansprache. Daran anschließend wurde die Weihe des Sportplatzes, auf dem die beiden Mannschaften Aufstellung genommen hatten vollzogen.